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Hund reißt Reh: Polizei ermittelt wegen Wilderei in Bad Dürkheim
Freilaufender Hund tötet Reh in Weisenheim am Sand. Polizei sucht Halter. Bis zu 5.000€ Strafe droht. Alle Infos zur Wilderei durch Hunde 2026. 🚨 Wilderei-Vorfall erschüttert Jägerschaft in Rheinland-Pfalz Ein erneuter bedauerlicher Vorfall im Kreis Bad Dürkheim beschäftigt die Kriminalpolizei und die lokale Jägerschaft. Am Montag, dem 23. Februar 2026, wurde am Ortsrand von Weisenheim am Sand ein Reh von einem freilaufenden Hund schwer verletzt. Zeugen beobachteten, wie der Hund das Wildtier hetzte, mehrfach angriff und biss. Die Verletzungen waren so gravierend, dass ein hinzugezogener Jäger das Reh erlösen musste. Die Kriminalpolizei Bad Dürkheim hat Ermittlungen wegen Wilderei aufgenommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Identifizierung des Hundehalters. ⚖️ Rechtliche Konsequenzen: Das droht Hundehaltern bei Wilderei Das Hetzen von Wild durch Hunde fällt unter die Jagdwilderei gemäß § 292 Strafgesetzbuch. Ein Hund gilt als wildernd, sobald er in einem Jagdbezirk Wild verfolgt, angreift oder reißt – unabhängig davon, ob der Halter dies bewusst steuert. Die rechtlichen Folgen sind erheblich: Hundehalter haften für alle entstandenen Schäden und müssen mit Geldbußen von bis zu 5.000 Euro rechnen. In besonders schweren Fällen kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt werden. 📊 Statistik: Wilderei durch Hunde ein wachsendes Problem Die aktuelle Jagdstatistik zeigt, dass Deutschland im Jahr 2026 einen neuen Jäger-Rekord von 467.682 lizenzierten Jägern verzeichnet. Parallel dazu nehmen Konflikte zwischen freilaufenden Hunden und Wildtieren zu. Besonders im Frühjahr sind trächtige Ricken und Rehkitze durch unkontrollierte Hunde gefährdet. In einer Region bei Karlsruhe wurden beispielsweise insgesamt 16 Rehe durch freilaufende Hunde zu Schaden gebracht. Das Bundesjagdgesetz definiert den Jagdschutz ausdrücklich auch als Schutz des Wildes vor wildernden Hunden. Experten schätzen, dass tausende Wildtiere jährlich durch nicht angeleinte Hunde verletzt oder getötet werden, wobei viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht werden. 🛡️ Prävention: So vermeiden Jäger und Hundehalter Konflikte Die Jägervereinigung empfiehlt Hundehaltern dringend, ihre Tiere in der Nähe von Wald- und Wiesenflächen konsequent anzuleinen. Besonders während der Setz- und Brutzeit im Frühjahr steigt das Risiko von Wildunfällen erheblich. Für Jäger gilt: Bei Sichtung eines wildernden Hundes sollte zunächst der Halter gesucht werden. Nur wenn dies nicht möglich ist und das Wild akut gefährdet wird, darf der Hund als letztes Mittel gestoppt werden.
Konrad Schneider
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